Generation Genderless

Die Vorstellung, was weiblich und was männlich ist, hat sich stark geändert. Bruce Jenner ist jetzt offiziell Caitlin Jenner und erhielt bei den ESPY den Arthur Ashe Courage Award. Die Ansprache war so bewegend, dass Google im Video "year in search 2015" diese als Voice-over übernommen hat. Und mit einem historischen Urteil hat das Oberste US-Gericht Schwulen und Lesben nun in ganz Amerika erlaubt zu heiraten.
Die weltweite LGBT-Bewegung war noch nie so akzeptiert wie heute. Marken wie Selfridges haben die Thematik mit "Agender" aufgenommen (video) – eine Kleiderlinie, welche die Grenze zwischen Männer und Frauen verschwinden lässt.
Wir sind gespannt, was folgt...

Brücken statt Mauern bauen

Die weltweite Flüchtlingswelle und die kontroverse Diskussion rund um Migration werden uns 2016 weiterhin stark beschäftigen. Was auf der einen Seite eine grosse Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, ist auf der anderen eine Chance für Unternehmen und Marken mit effizienten Lösungen aufzutreten. In Deutschland hat sich bespielweise workeer gegründet – eine Jobbörsen-Plattform, welche Flüchtlinge zu passenden Arbeitgebern weitervermittelt. Oder auch Ikea hat mit dem Projekt BetterShelter einen sinnvollen Weg gefunden, um Bedürftigen mit ihrem Kernangebot zu helfen.

 

Native Advertising auf dem Vormarsch

AdBlocks sind momentan so verbreitet wie die "Keine Werbung"-Aufkleber auf den Briefkästen. Seit neuestem hat auch Apple Adblocking auf iOS erlaubt, was die Anzeige von Werbung auf dem Smartphone unmöglich macht. Die Zukunft von digitalen Bannern scheint vor dem Ende zu stehen. 
Wird nun Native Advertising der Standard werden? Das grösste Medienunternehmen VICE hat bereits verkündet, dass 2016 durch Viceland neue Methoden angeboten werden. 
Hier eine interessante Diskussion von AdExchange über Native Advertising und Content Marketing.
 

Das wahre Leben

Die Selbstprofilierung auf Social Media mit super-überarbeiteten Fotos und fancy Filtern scheinen einem ungeahnten Trend gegenüber zu stehen: Das authentische Auftreten in der digitalen Welt, ohne künstliche Posen und aufwändige Bildüberarbeitungen. Den Anstoss brachte das ehemalige Social Media Model Essena O'Neill, als sie ein inspirierendes und ehrliches Video über ihr Ex-Instagram-Leben veröffentlichte. 
Der Trend zum authentischen Streamen vom echten Leben wird ebenfalls durch die Grundidee der Trend-Apps Snapchat und Periscope unterstützt. 

Next Level Personalisierung

Konventionelles Personalisieren heisst, die Kunden müssen ihre Vorstellungen von eigenen Produkten und Services selbst einbringen. Doch es existieren bereits Technologien, welche das Personalisieren basierend auf unbewussten Aspekten der Persönlichkeit erlauben. Klar, die aktive Mitgestaltung macht Spass und ist befähigend, aber heisst auch, dass mehr Entscheidungen getroffen werden müssen. 
Ein Beispiel hierfür liefert Uniqlo mit UMOOD – die Maschine wählt aufgrund von Aktivitäten im Hirn das perfekte Kleidungsstück für Sie aus.

 

FOLO - Fear of Living Offline

Wir informieren uns über das Weltgeschehen über das Internet, führen Diskussionen nur noch über Online-gekoppelte Apps wie WhatsApp, führen keine physischen Kalender, sondern verlassen uns auf die Facebook-Notifications wann die Geburtstage unserer Freunde sind und wo die coolsten Parties stattfinden. 
Können wir überhaupt noch ohne Internet und Smartphone auskommen?
Digital Detoxing wird das Buzz-Wort in 2016. Wir brauchen mittlerweile Tipps und Inspiration, wie wir ohne unsere Geräte im Alltag auskommen können. DigitalDetox.org ist eine interessante Seite mit vielen Tipps für eine digital-freie Freizeit. 
Keine Lust auf einen Selbstversuch? 
Estée Lalonde hat ihren 48h Detox gefilmt und zugänglich gemacht.