Treffen der Giganten.

Beim Disruption Talk #2 traf Michael Conrad auf Jean-Marie Dru.

Wenn Michael Conrad auf Jean-Marie Dru trifft, dann vereint sich das Wissen aus mehr als 70 Jahren Werbung. Während Ersterer zusammen mit Walter Lürzer 1972 TBWA Frankfurt gründete, 2000 Leo Burnett weltweit zum „Global Agency Network“ machte und heute die Berlin School of Creative Leadership leitet, startete der Zweite seine Karriere 1971 bei Dupuy Compton (heute Satchi&Saatchi) wurde 1979 CEO von Young & Rubicam in Paris, gründete 1984 die BDDP Gruppe mit und wurde 1998 Präsident von TBWA\Worldwide, wo er heute noch Vorstandsvorsitzender ist.

Das Spannende an diesem Abend waren allerdings weniger die Karrieren der beiden Herren als vielmehr ihre Sichtweise auf die Kreativwirtschaft im Zusammenhang mit den grossen Innovationen aus Wirtschaft und Forschung. Jean-Marie Dru, der in den 80ern die Disruption Methodik begründete und kürzlich sein sechstes Buch dazu veröffentlichte, berichtete dementsprechend von Episoden aus dem Netzwerk.

Als Beispiel erwähnte er etwa den aktuellen und erfolgreichen Case rund um den Nissan GTR. Nachdem Deadmau5, Produzent elektronischer Musik, seinen Ferrari 458 Spider nicht individualisieren durfte, stellte ihm TBWA kurzerhand einen noch schnelleren Nissan GTR vor die Türe und liess die Fans Vorschläge für das Design machen. Deadmau5 war begeistert und die Aktion erreichte per Social Media in kurzer Zeit Millionen User und positionierte damit den Nissan GTR fast über Nacht zur sympathischen und jüngeren Alternative zu einem Ferrari.

TBWA hat nicht nur den Begriff Disruption als Marke geschützt, sondern lebt die Methodik aktuell auch mit Disruption Live sehr erfolgreich mit ihren Kunden im Alltag.  Zum Schluss des Disruption Talk #2 stand Jean-Marie Dru noch für Fragen zur Verfügung und signierte den Teilnehmern sein neues Buch „The Way to New“.